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Schimmelpilze
Das unterschätzte Risiko
                                                    
                                                                                                              
 
 
Einleitung Schimmelpilze:
 
In diesem Abschnitt ist von Schimmelpilzen die Rede, gemeint sind aber auch Hefepilze. Hefepilze sind genauso relevant wie Schimmelpilze, besitzen ähnliche Eigenschaften und haben dieselben Lebensgrundlagen. Da Hefepilze oft mit Schimmelpilzen verwechselt werden, wird im Allgemeinen von Schimmel gesprochen.
Es gibt über 100000 Schimmelpilzarten, wovon aber nur knapp 200 Arten für den Menschen eine potenzielle Gefahr darstellen. Die meisten Schimmelpilze sind nützlich für Mensch und Natur, sie sorgen unter anderem für die Verarbeitung und Wiedereingliederung organischer Stoffe in den ökologischen Kreislauf. Schimmelpilze sind in nahezu allen Lebensräumen vorhanden und werden auch zur Nahrungsmittelproduktion eingesetzt. Sie vermehren sich durch die Abgabe winziger Sporen und sind jahreszeitabhängig im Freien und in Innenräumen in unterschiedlicher Konzentration vorhanden. Sofern für sie keine günstigen Lebensbedingungen gegeben sind, können sie sich in Innenräumen nicht ansiedeln. Damit Schimmelpilzsporen keimen und wachsen können, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein.
 
NÄHRBODEN:
In Frage kommen eine Vielzahl an organischen und synthetischen Materialien wie Holz, Gips, Beton, Teppiche, Stoffe, Nahrungsmittel, Hausstaub aber auch dauerelastische Fugen, Anstriche, Kunststoffe, usw.
 
FEUCHTIGKEIT:
Für ein optimales Schimmelpilzwachstum ist eine hohe Material- und Luftfeuchtigkeit erforderlich. Feuchtigkeit ist auch die Hauptursache für das Ansiedeln von Schimmelpilzen im Innenraum.
 
TEMPERATUR:
Schimmelpilze lieben es feuchtwarm, können aber auch mit Hitze und Kälte umgehen. Sie benötigen je nach Art unterschiedliche Temperaturen (optimal 20° - 30° C) um Sporen und Stoffwechselprodukte an die Innenraumluft abgeben zu können.
 
 
Gesundheitliche Aspekte
 
Durch Schimmelpilze und deren Stoffwechselprodukte verursachte Gesundheitsstörungen lassen sich in folgende Gruppen einteilen.
 
ALLERGIEN:
Die Sporen der Schimmelpilze in der Raumluft werden als Inhalationsallergene bezeichnet. Schimmelpilze sind einer der wichtigsten Verursacher von Allergien, etwa 25% aller Allergiker reagieren auf sie. Mögliche Folgen dieser Belastung sind Atemwegserkrankungen (Asthma) und unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen, Augenbrennen und chronische Müdigkeit.
 
MYKOSEN:
Von ca. 100 Arten ist bekannt, dass sie den menschlichen Körper infizieren und schädigen können. Gefährdet sind vor allem Kleinkinder und Menschen, die ein geschwächtes Immunsystem haben oder an schweren Erkrankungen leiden. Meistens rufen Schimmelpilze Infektionen der Atemwege (Bronchien, Nasennebenhöhlen) hervor. In besonders schweren Fällen kann die Infektion auf innere Organe übergreifen.
 
MYKOTOXIKOSEN:
Nach bisherigen Erkenntnissen erzeugen etwa 200 Arten Mykotoxine. Mykotoxine sind für den Menschen zum Teil hochgiftige Stoffwechselprodukte der Schimmelpilze. Die gesundheitlichen Auswirkungen von Mykotoxinen sind vielfältig und können gravierende Folgen haben. Neben allgemeinen Vergiftungserscheinungen werden Leber, Niere, Knochenmark und das Nervensystem geschädigt. Mykotoxine gelangen hauptsächlich über belastete Lebensmittel in den Körper.
 
Oft werden Gesundheitsstörungen durch Schimmelpilze von den Betroffenen selbst, aber auch von Ärzten, falsch interpretiert und anderen Ursachen zugeschrieben.
 
 
Aufspüren von Schimmelpilzen
 
Ein Schimmelpilzbefall ist oft nicht mit blossem Auge zu erkennen und sollte im Verdachtsfall genauer untersucht werden. Hierfür am besten geeignet sind Abstriche von Oberflächen und Materialproben. Diese Proben werden auf spezielle Nährböden aufgebracht und im mikrobiologischen Labor gebrütet, gezählt und identifiziert. Das entsprechende Labor erstellt dann einen Analysebericht, der Aufschluss über Art und Menge des Schimmelbefalls gibt. Werden vom Labor gefährliche Arten identifiziert, dient der Analysebericht auch als Hilfsmittel für ärztliche Untersuchungen.
 
Häufig angewand, aber weniger effizient sind Raumluftuntersuchungen mittels Luftkeimsammler. Schimmelpilze sind längst nicht immer in der Raumluft nachweisbar. Auch dann nicht, wenn sie als Flecken an der Wand erscheinen. Sie verstecken sich lieber im Hausstaub, Teppich, in Ritzen, hinter dem Kühlschrank usw. Schimmelpilze haben auch unberechenbare Pollenflugzeiten und die genau so riskanten Hefepilze lassen sich in der Raumluft nur selten nachweisen.
 
 
Abklärung der Ursachen
 
Schimmel im Wohnraum, ob giftig oder nicht, ist immer auch ein Zeichen erhöhter Luft- oder Materialfeuchtigkeit. Für die Entstehung von Feuchtigkeit im Haus oder Wohnung kommen verschiede Ursachen in Frage. Bei der baubiologischen Beurteilung von Feuchteschäden wird grudsätztlich zwischen folgenden Ursachen unterschieden.
 
KONDENSATION DER LUFTFEUCHTIGKEIT:
In einem Vierpersonenhaushalt werden während des Tages bis zehn Liter Wasser an die Raumluft abgegeben. Der so entstehende Wasserdampf in der Raumluft schlägt sich dann an deutlich kühleren Raumoberflächen nieder und bildet Kondenswasser. Dieser Vorgang geschieht oft auch innerhalb der Gebäudekonstruktion, zum Beispiel mit Kondenswasserbildung in der Wärmedämmung. 
 
MANGELNDE DAMPFDIFFUSION:
Diese entsteht im Zusammenhang mit dampfdichten Baumaterialien und Anstrichstoffen. Dampfdichte Gebäudekonstruktionen sind nicht in der Lage überschüssige Luftfeuchtigkeit aus der Raumluft aufzunehmen und diese nach Aussen wieder abzugeben. Auch eine falsche Anordnung unterschiedlich dichter Baumaterialien birgt ein grosses Schadenspotenzial. So kann passieren, dass dampfoffene Materialien Feuchtigkeit aufnehmen, aber diese durch nachfolgend dichtere Materialien nicht nach Aussen abgeben können.
 
SCHÄDEN UND KONSTRUKTIONSFEHLER DER GEBÄUDEHÜLLE:
Gemeint sind hier Feuchtigkeitseinträge von Aussen durch Regenwasser, Grundwasser und Erdfeuchte. Solche Feuchtigkeitseinträge entstehen durch defekte Dacheindeckungen, koridierte oder verstopfte Dachrinnen, Mauerrisse, Konstruktionen die das Regenwasser am Abfliessen hindern, falsch konstruierte oder durch Setzung beschädigte Kellermauern. Ein weiterer Punkt sind mangelhafte Bauausführungen bei Renovationen und Neubauten.
 
WASSERSCHÄDEN:
Die Restfeuchtigkeit nach offensichtlichen Wasserschäden aller Art, wie Rohrbrüche, übergelaufene Badewannen, geplatzte Waschmaschienenschläuche oder Löscheinsätze, kann noch Monate bis Jahre in der Gebäudekonstruktion festsitzen. Weniger offensichtlich sind leicht undichte Wasser- und Abwasserleitungen, diese bleiben lange Zeit unentdeckt und können dann an ganz anderer Stelle zu Tage treten.
 
NEUBAUFEUCHTE:
Neubauten enthalten, abhängig von Baumaterialien und Witterungsverhältnissen, unterschiedliche Mengen an Wasser. Termindruck, Arbeitsverzögerungen und eine Reihe weiterer Gründe haben zur Folge, dass Rohbauten zu schnell geschlossen werden und dadurch die Bauaustrocknung nicht mehr im erforderlichen Umfang erfolgen kann. Hinzu kommt, dass Neubauten bis zum Bezug nicht ausreichend gelüftet werden.  
                                                                                                    
Meistens sind mehrere der aufgeführten Ursachen in Kombination untereinander für Feuchteschäden und günstigem Schimmelpilzklima verantwortlich. Schimmelbildung ist auch ein häufiger Streitpunkt zwischen Mieter und Vermieter. Während der Mieter meist bauphysikalische Mängel vermutet, kontert der Vermieter mit dem Argument, dass in der Wohnung zu wenig gelüftet wird. Klarheit bringt hier nur eine fachlich durchgeführte Überprüfung der Bausubstanz mit entsprechenden Messungen.
 
 
Vorsorgliche Massnahmen zur Vermeidung von Schimmelbefall
 
Mit einigen einfachen Massnahmen kann die Bildung von Schimmelpilzen erheblich reduziert oder ganz vermieden werden.
 
·  Überprüfen Sie regelmässig die relative Luftfeuchtigkeit in Ihren Wohnräumen. Diese sollte im Idealfall
   zwischen 40% und 60% liegen. Verwenden Sie zur Kontrolle nur hochwertige und eichbare Hygrometer.
 
·  Sorgen Sie für eine ausreichende und regelmässige Belüftung der Wohnräume, Waschküche und Keller.
   Lüften Sie 3 - 4 mal täglich für ca. 5 - 10 Minuten, öffnen Sie dabei nach Möglichkeit in jedem Raum
   mindestens ein Fenster.
 
·  Stellen Sie Möbel nicht direkt an Wände, versuchen Sie einen Abstand von ca. 5 cm einzuhalten, um eine
   ausreichende Hinterlüftung zu gewährleisten.
 
·  Behindern Sie nicht die Wärmeabgabe von Heizkörpern durch Möbel oder Vorhänge.
 
·  Wechseln Sie in regelmässigen Abständen die Filter von Lüftungen und Dunstabzughauben.
 
·  Verwenden Sie konzentrierten Putzessig zur Reinigung schimmelanfälliger Orte und Gegenstände wie
   Kühlschrank, Kaffeemaschiene, Duschvorhang, Silikon- und Plättlifugen in Bad und Küche, usw. Am
   wirksamsten ist Putzessig mit einer Einwirkungsdauer von 5 - 10 Minuten.
 
·  Giessen Sie Zimmerpflanzen nicht übermässig, schimmlige Tontöpfe, Pflanzenerde und Hydrokulturen sollten
   unbedingt ausgewechselt oder entfernt werden.
 
·  Verwenden Sie einen Staubsauger mit HEPA- Mikrofilter, solche Staubsauger verhindern, dass
   Schimmelpilzsporen und andere Mikroorganismen in die Raumluft geschleudert werden und sich im
   gesamten Wohnraum verteilen.
 
Bei dauerhafter Feuchtigkeit oder gar Schimmelbildung sollten Sie die Ursachen so rasch wie möglich abklären lassen. Neben den gesundheitlichen Aspekten werden solche Schäden durch Verzögerung nur umfangreicher und Sanierungen aufwändiger.
                                                                                                                                                                                                           
 
 
 
 
BioHome - Thomas Schweizer
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